Beschreibung
Ein Gewinde, das sich seinen Sitz im Beton selbst schneidet
Ein Spreizdübel drückt gegen die Bohrlochwand und trägt seine Last überwiegend über Reibung. Diese Bauart geht einen anderen Weg: Beim Eindrehen schneidet ihr Spezialgewinde ein Innengewinde in den Beton, und der Halt entsteht als Formschluss zwischen beiden Gewinden. Vorgebohrt wird zylindrisch, 2 mm unter dem Außendurchmesser der Schraube.
Bohren, bürsten, ausblasen, setzen
Vier Schritte sieht die Montageanweisung der Bewertung vor, und der zweite wird am leichtesten übergangen: Nach dem Hammerbohren gehört das Loch zweimal gebürstet und zweimal ausgeblasen, erst danach kommen Anbauteil und Schraube an ihren Platz. Ohne Hammerbohren oder ohne diese Reinigung verlässt der Einbau den bewerteten Rahmen. Gesetzt wird mit dem Schlagschrauber. Betonschrauben reagieren dabei empfindlich auf das aufgebrachte Drehmoment und die aufgebrachte Leistung, weshalb zu jeder Größe eine Obergrenze gehört. Nach dem Einbau darf sich die Schraube nicht leicht weiterdrehen lassen, und ihr Kopf liegt unbeschädigt auf dem Anbauteil.
Kopf, Gewinde und Auflage
- Sechskantkopf mit Sechskantantrieb: Angesetzt wird von außen mit Maul- oder Ringschlüssel oder mit der Nuss. Die Schlüsselweite wechselt mit dem Nenndurchmesser; der Freiraum neben der Befestigungsstelle entscheidet über die Wahl mit.
- Selbstschneidendes Doppelgewinde: So ist die Gewindeausführung angegeben. Welche Kräfte eine Verankerung aufnimmt, folgt daraus nicht; darüber entscheidet die Bemessung.
- Angepresste Scheibe mit Sperrverzahnung: Die Auflage unter dem Kopf ist mit ihm verbunden und liegt verzahnt auf dem Anbauteil. Ein loses Zwischenstück ist beim Ansetzen nicht zu halten.
Häufige Fragen
In welcher Umgebung ist diese Verankerung vorgesehen?
Vorgesehen sind Bauteile in trockenen Innenräumen, als Verankerungsgrund bewehrter oder unbewehrter Normalbeton der Festigkeitsklassen C20/25 bis C50/60 und eine Belastung statischer oder quasi-statischer Art. Außerhalb davon, also im Freien, in Feuchträumen, im Erdreich, in Mauerwerk, Porenbeton oder Estrich sowie unter Stoß und Erschütterung, wird keine Eignung zugesagt; das gilt auch für Gerüste, Baustützen und Absturzsicherungen.
Lässt sich eine gesetzte Schraube wieder herausdrehen und erneut verwenden?
Ausbau und erneuter Einbau können die Gewinde abnutzen und die Schraube schädigen; bewertet ist die Leistung ausschließlich für einmalig verwendete Betonschrauben. Eine vollständige Demontage ist zwar als Merkmal geführt; ein zweites Setzen und ein Nachziehen zum Ausrichten folgen daraus nicht.
Was besagt die Angabe zur Verankerungstiefe?
Gemeint ist die Tiefe, mit der die Schraube im Beton greift; die geführten Werte entsprechen der effektiven Verankerungstiefe der Einbautabelle und nicht der gesamten Einbindetiefe. Maßgebend für eine Bemessung sind die Werte der Bewertung, und die Bemessung gehört in die Hand eines erfahrenen Ingenieurs.
Produktdetails
Produktidentifikation
| Artikelnummer | 2350808016 |
|---|---|
| EAN / GTIN | 4009146534673 |
| Produkttyp | Betonschrauben |
Bestimmungsgemäße Verwendung
Sicherheits- und Gebrauchshinweise
| Hersteller | SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH |
|---|---|
| Straße und Nummer | Am Bahnhof 50 |
| PLZ | 74638 |
| Ort | Waldenburg |
| Land | Deutschland |
| Elektronischer Kontakt | info@swg.de |



