Beschreibung
Ein M6-Gewinde in dünnem Blech, von einer Seite gesetzt
Manches Blech ist zu dünn für ein eingeschnittenes Gewinde, und an seine Rückseite kommt niemand heran. Eine Blindnietmutter löst beides auf einmal: Sie übernimmt die Aufgabe einer Schraubenmutter, und Nietverbindung und Muttergewinde entstehen in einem Arbeitsgang. Unter der Setzkraft zieht sich ein bestimmter Bereich des Schaftes zusammen und bildet eine Wulst; zwischen ihr und dem Kopf klemmt das Bauteil. Auch ein abgerissenes Schweißgewinde lässt sich so ersetzen.
Bohren, aufspindeln, stauchen, herausdrehen
Für ein Gewinde dieser Größe ist ein Loch von 9 mm angegeben. Das Element wird auf den Gewindedorn des Setzgeräts geschraubt und so weit in die Bohrung geschoben, bis die Kopfunterseite flach aufliegt; der Gerätehub staucht den Schaft, danach dreht sich der Dorn wieder heraus. Gesetzt wird rechtwinklig zur Fläche, das Bohrloch gehört setzkopfseitig gratfrei, und der Schließkopf soll anschließend vollständig am Bauteil anliegen.
Worauf es vor dem Setzen ankommt
- Klemmbereich: Er gibt die kleinste und die größte verarbeitbare Bauteildicke an und ist einzuhalten. An beiden Enden schöpft man ihn besser nicht ganz aus, weil Toleranzen dort das Verarbeiten erschweren. Wo Zweifel bleiben, hilft ein Probestück.
- Verzinkter Stahl: Für Stahl gehört die galvanische Verzinkung mit Passivierung zur üblichen Ausführung, während sie bei nichtrostendem Stahl und bei Aluminiumlegierung entbehrlich ist. Beschichtete Bauteile lassen sich beschädigungsfrei verbinden, sofern die Löcher schon vor dem Beschichten gebohrt wurden.
- Setzgerät nach Gewindegröße: Bei dieser Größe endet der Bereich der Handzange. Für Stahl sind akkubetriebene Geräte bis M8 eingeordnet, pneumatische bis M12. Der nötige Setzhub hängt vom Element und von der Bauteildicke ab.
Häufige Fragen
Was tun, wenn sich die Mutter beim Anziehen mitdreht?
Als Ursachen kommen ein zu großes Loch, eine zu kleine Mutter oder ein zu glatter Schaft in Betracht; abhelfen lässt sich mit einer größeren, gerändelten oder sechskantigen Ausführung. Ein gerändelter Rundschaft trägt Riffelungen gegen das Verdrehen, ein Sechskantschaft verlangt dafür ein Loch in Sechskantform. Wichtig ist außerdem, dass das anzuschraubende Bauteil auf dem Setzkopf aufliegt.
Taugt das für Sitze, Gurtverankerungen oder eine Anhängevorrichtung?
Für solche Befestigungen ist die Ware hier nicht bestimmt. Zugbelastbarkeit, Scherbelastbarkeit und das größte Anziehdrehmoment hängen von Setzkopfgeometrie, Bauteildicke, Schaftform und den Werkstoffen von Element und Bauteil ab; ermitteln lassen sie sich nur durch Versuche am wirklichen Bauteil. Dazu kommt § 19 Absatz 2 StVZO: Die Betriebserlaubnis erlischt unter anderem dann, wenn eine Änderung die genehmigte Fahrzeugart ändert oder wenn von ihr eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist.
Produktdetails
Produktidentifikation
| Artikelnummer | 50041616 |
|---|---|
| EAN / GTIN | 4009146476331 |
| Produkttyp | Kfz-Nietmuttern |
Bestimmungsgemäße Verwendung
Sicherheits- und Gebrauchshinweise
| Hersteller | SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH |
|---|---|
| Straße und Nummer | Am Bahnhof 50 |
| PLZ | 74638 |
| Ort | Waldenburg |
| Land | Deutschland |
| Elektronischer Kontakt | info@swg.de |
Material / Zusammensetzung
| Material | Stahl, galvanisch verzinkt |
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