Beschreibung
Ein metrisches Gewinde mitten im Mauerwerk
Diese Hülse aus Messing bringt ein metrisches Innengewinde in den Verankerungsgrund. Metalldübel kommen in ein vorgebohrtes Loch und halten dort über Reibung, über eine mechanische Verzahnung oder über beides; für diese Reihe ist dazu eine Oberflächenstruktur angeführt, die Griffigkeit erzeugen soll. Die Schraube gehört nicht zum Bauteil: Angegeben ist das Gewindemaß der Hülse und keine Schraubenabmessung, und damit fällt ein Teil der Entscheidung erst beim Anwender.
Erst der Untergrund, dann das Loch
Am Anfang steht der Blick auf den Verankerungsgrund: Risse, Abplatzungen und Hohlräume im Bereich der Verankerung gehören zu den Punkten, an denen Tragwerksplaner oder Bauleitung einzuschalten sind, und im Mauerwerk zählen Rohdichte, Druckfestigkeit, Fugenmörtel, Lochbild und Stegdicke dazu. Gebohrt wird anschließend rechtwinklig zur Oberfläche, wobei bis zu 5° Abweichung von der Senkrechten zugelassen sind; als Werkzeug sind Hartmetall-Hammerbohrer nach ISO- oder geltenden nationalen Normen vorgesehen. Danach kommt das Bohrmehl heraus, und Verunreinigungen wie eindringendes Wasser bleiben draußen.
Drei Punkte, die vor dem Setzen feststehen
- Gewindemaß: Das metrische Innengewinde legt fest, welche Schraube hineinpasst. Bohrlochdurchmesser und Bohrlochtiefe liegen in jeder Ausführung über dem Gewindedurchmesser und über der Länge der Hülse.
- Einschraubtiefe: Bei einer Hülse mit Innengewinde ist sie ein eigener Montagepunkt. Wie weit die Schraube hineinreichen muss, gehört in die Montageanweisung und lässt sich nicht an der Länge der Hülse ablesen.
- Werkstoffpaarung: Messing und Schraube treffen im Bohrloch aufeinander. Kommen zwei Metalle mit verschiedenem Korrosionspotential, eine elektrisch leitende Verbindung und ein leitfähiger Feuchtigkeitsfilm zusammen, kann der unedlere Partner beschleunigt angegriffen werden; pauschale Aussagen über die Verträglichkeit von Werkstoffen sind deshalb nicht möglich.
Häufige Fragen
Was heißt hier untergeordnete Befestigung?
Die Einordnung gehört zu den Angaben dieser Reihe und steckt ihren Rahmen ab. Für tragende Konstruktionen, für sicherheitsrelevante Befestigungen und überall dort, wo ein Verwendbarkeitsnachweis verlangt wird, führt der Weg über Dübel mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung oder mit Europäisch Technischer Bewertung; aus solchen Nachweisen stammen auch die Kennwerte, mit denen eine Verankerung bemessen wird. Für diese Ausführung sind weder Lastwerte noch ein Anzugsmoment noch ein solcher Nachweis ausgewiesen.
Lässt sich eine gesetzte Hülse wieder ausbauen?
Ein Bohrloch, aus dem ein Dübel wieder herauskommt, gilt als Fehlbohrung, und Fehlbohrungen sind in der Regel lückenlos mit einem hochfesten, schwindarmen Mörtel zu schließen. Ein zweiter Einsatz derselben Hülse und eine erneute Verwendung des Lochs sind damit nicht zugesagt.
Produktdetails
Produktidentifikation
| Artikelnummer | 904310180 |
|---|---|
| EAN / GTIN | 4009155738185 |
| Produkttyp | Messingspreizdübel |
Bestimmungsgemäße Verwendung
Sicherheits- und Gebrauchshinweise
| Hersteller | SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH |
|---|---|
| Straße und Nummer | Am Bahnhof 50 |
| PLZ | 74638 |
| Ort | Waldenburg |
| Land | Deutschland |
| Elektronischer Kontakt | info@swg.de |
Material / Zusammensetzung
| Material | Messing, blank |
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