Beschreibung
Gewindestangen und Bewehrungsstahl im Bohrloch verankern
Die Kartusche enthält einen zweikomponentigen Verbundmörtel aus Vinylharz ohne Styrol. Er hält ein Stahlteil im vorgebohrten Loch, in Beton etwa eine Gewindestange, Bewehrungsstahl oder eine Innengewindehülse, im Mauerwerk eine Gewindestange. Ob zusätzlich eine Siebhülse nötig ist, entscheidet der Untergrund.
Anders als ein Spreizdübel klemmt der Mörtel nicht, er füllt den Raum zwischen Bohrlochwand und Stahlteil und härtet dort aus. Harz und Härter stecken getrennt in der Kartusche und mischen sich erst beim Auspressen im aufgeschraubten Mischer.
Ohne Styrol auch in geschlossenen Räumen
Es entstehen keine Styrolemission und keine Geruchsbelästigung, deshalb kann der Mörtel in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Lüftung und Schutzausrüstung bleiben trotzdem nötig.
Welcher Untergrund mit und ohne Siebhülse
- Ohne Siebhülse: Beton, Vollziegel, Kalksandvollstein und Klinker.
- Mit Siebhülse: Hochlochziegel, Kalksandlochstein und Hohlblockstein. Die Hülse verhindert, dass der Mörtel ungehindert in die Hohlräume der Steine abläuft.
Vom Bohrloch bis zur Aushärtung
Das Bohrloch wird von stehendem Wasser befreit, ausgeblasen, ausgebürstet und erneut ausgeblasen, denn Bohrstaub gehört nicht zwischen Mörtel und Untergrund. Der erste Mörtel aus dem Mischer trägt noch nicht und wird verworfen, bis die Mischung einheitlich hellgrau ist, mindestens drei volle Hübe lang. Dann wird das Loch gefüllt, das Stahlteil drehend eingeschoben und bis zum Ende der Aushärtezeit weder bewegt noch belastet.
Geländer, Vordächer und Stahlbauteile befestigen
Genannt sind Balustraden, Handläufe, Überdachungen, Bewehrungen, Bodenplatten, Stahlwinkel, Stahlkonstruktionen und vorgehängte Fassaden. Üblich ist die Verwendung im Rohbau, im Metallbau und im Fassadenbau, nach Planung und durch geschultes Personal.
Häufige Fragen
Brauche ich für Hochlochziegel eine Siebhülse?
Ja, in Hochlochziegel, Kalksandlochstein und Hohlblockstein wird mit Siebhülse gearbeitet. Welche Länge passt, richtet sich nach Stein und Verankerungstiefe. In nichtgefüllten Fugen von Mauerwerk ist die Anwendung ohne Siebhülse nicht erlaubt.
Was brauche ich zusätzlich zur Kartusche?
Zusätzlich gebraucht werden das Stahlteil, also Gewindestange oder Betonstahl, außerdem Auspresspistole, Bürste und Ausblasgerät. Für jede neue Kartusche und nach Pausen, die länger dauern als die Verarbeitungszeit, gehört ein frischer Statikmischer auf die Kartusche. Beim Stahlteil richtet sich der Werkstoff nach der Umgebung: verzinkt für trockene Innenräume, nichtrostend für das Freie und Feuchträume, bei besonders aggressiven Bedingungen im Beton hochkorrosionsbeständig.
Wie lange muss der Mörtel aushärten?
Bei einer Betontemperatur von +20 °C bis +29 °C mindestens 45 Minuten, bei +5 °C bis +9 °C mindestens 2 Stunden, jeweils in trockenem Beton. In feuchtem Beton gilt jeweils das Doppelte.
Kann ich damit ein Geländer oder eine Überdachung befestigen?
Ja, das gehört zu den vorgesehenen Anwendungen. Anzahl, Größe und Verankerungstiefe der Anker legt die Planung im Einzelfall fest.
Produktdetails
Produktidentifikation
| Artikelnummer | 9075175 |
|---|---|
| EAN / GTIN | 4009146524315 |
| Produkttyp | Verbundmörtelkartuschen |
Bestimmungsgemäße Verwendung
Sicherheits- und Gebrauchshinweise
| Hersteller | SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH |
|---|---|
| Straße und Nummer | Am Bahnhof 50 |
| PLZ | 74638 |
| Ort | Waldenburg |
| Land | Deutschland |
| Elektronischer Kontakt | info@swg.de |
Material / Zusammensetzung
| Material | Vinylharz, zweikomponentig, ohne Styrol |
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