Beschreibung
Der Anker entsteht erst im Bohrloch
Ein Verbunddübel besteht aus zwei Teilen: aus einem Stahlteil und aus dem Mörtel, der es im vorgebohrten Loch hält. Der Halt entsteht dabei stoffschlüssig, formschlüssig oder auf beiden Wegen zugleich. Hier liegt der eine Teil vor; das Stahlteil, meist eine Gewindestange oder ein Betonstahl, kommt gesondert dazu. Welche Größen erfasst sind, unterscheidet sich zwischen der Bewertung für Beton und der für Mauerwerk.
Reinigen, verwerfen, dann setzen
Vor dem Verfüllen wird das Bohrloch von stehendem Wasser befreit, mehrfach vom Grund her ausgeblasen, mit einer Bürste des vorgegebenen Mindestdurchmessers ausgebürstet und erneut ausgeblasen. Beim Auspressen laufen Harz und Härter durch einen Mischer; die erste Menge daraus trägt noch nicht und wird verworfen, bis die Mischfarbe gleichmäßig grau ist, mindestens drei volle Hübe lang. Während der Aushärtezeit bleibt der Anker unbewegt und unbelastet.
Woran der Ablauf hängt
- Untergrund und Siebhülse: In Beton, Vollziegel, Kalksandvollstein und Klinker wird ohne Siebhülse gearbeitet, in Hochlochziegel, Kalksandlochstein und Hohlblockstein mit. Sonst liefe der Mörtel in die Hohlräume.
- Temperatur: Verarbeitungszeit und Aushärtezeit richten sich nach der Temperatur des Untergrunds; in feuchtem Beton verdoppeln sich die Aushärtezeiten. Für die Kartusche selbst ist ein Fenster von +5 °C bis +40 °C angegeben; eine Winterausführung ist sie nicht.
- Mischer als Verschleißteil: Erneuert wird er bei jeder neuen Kartusche und nach jeder Unterbrechung, die länger dauert als die empfohlene Verarbeitungszeit. Mischer, Siebhülse, Bürste, Ausblasgerät und Auspresspistole sind eigene Waren.
- Zwei Komponenten, zwei Sicherheitsdatenblätter: Harz und Härter sind beide kennzeichnungspflichtig und können die Haut sensibilisieren. Handschuhe, Augen- und Gesichtsschutz und eine ausreichende Lüftung des Arbeitsplatzes gehören dazu.
Häufige Fragen
Was gilt für Befestigungen mit Anforderungen an den Brandfall?
Beide Bewertungen führen beim Brandverhalten die Klasse A1; sie beschreibt, wie sich der Baustoff an einem Feuer beteiligt. Eine Feuerwiderstandsdauer ist damit nicht gemeint: Unter dem Merkmal Feuerwiderstand steht in der einen Bewertung, dass keine Leistung bestimmt wurde, in der anderen, dass die Leistung nicht bewertet ist, und in den Leistungserklärungen kommt das Merkmal nicht vor. Für Befestigungen mit Brandschutzanforderungen taugt diese Grundlage deshalb nicht.
Wer legt fest, ob eine Verankerung an einer Stelle trägt?
Das entscheidet die Planung. Verlangt sind prüfbare Berechnungen und Konstruktionszeichnungen, und die Bemessung liegt bei einer Person mit Erfahrung in Verankerungen und Betonbau. Auf der Baustelle zählen Auswahl und Bemessung nicht zur Aufgabe der Monteure, von den Zeichnungen wird nicht eigenmächtig abgewichen, und eingebaut wird von geschultem Personal unter Aufsicht der Bauleitung.
Produktdetails
Produktidentifikation
| Artikelnummer | 9075175 |
|---|---|
| EAN / GTIN | 4009146524315 |
| Produkttyp | Verbundmörtelkartuschen |
Bestimmungsgemäße Verwendung
Sicherheits- und Gebrauchshinweise
| Hersteller | SWG Schraubenwerk Gaisbach GmbH |
|---|---|
| Straße und Nummer | Am Bahnhof 50 |
| PLZ | 74638 |
| Ort | Waldenburg |
| Land | Deutschland |
| Elektronischer Kontakt | info@swg.de |
Material / Zusammensetzung
| Material | Vinylharz, zweikomponentig, ohne Styrol |
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